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Bilder der ehemaligen Landschaft des Rieses

Unser Ries - mit einem Knall einzigartig in Europa

Alles begann vor etwa 15 Millionen Jahren, als sich ein knapp 1 Kilometer großer Gesteinsbrocken auf seinem Weg durch das Universum auf unseren Planeten verirrte. Er schlug dort mit der unglaublichen Geschwindigkeit von 70.000 km/h ein, was wir heute die Schwäbische Alb nennen, und hinterließ einen bis heute deutlich erkennbaren 25 km messenden Krater, der die hiesige Landschaft nachhaltig prägte und ihr ihren Namen gab: Das Nördlinger Ries.

Die einzigartige Landschaftsform des Ries die der Meteoriteneinschlag hinterließ, geprägt von zwei Kraterringen und dem inneren Becken, sowie die sehr fruchtbaren Böden und klimatischen Besonderheiten haben eine ganz besondere Fauna und Flora entstehen lassen – natürlich profitiert auch die Landwirtschaft in allen Ausprägungen von diesen Besonderheiten dieser einzigartigen Region.

Aber nicht nur an der Oberfläche ist diese Region einzigartig – auch unter der Oberfläche hat der Meteorit, dessen Einschlag die unglaubliche Energie von nahezu 250.000 Hiroshima-Bomben freisetzte, einzigartige Spuren hinterlassen. Durch die enormen Temperaturen die im Moment des Einschlages entstanden verdampfte der Meteorit und das unmittelbar getroffene Gestein. Nahegelegenes Material aber schmolz und verband sich dann zu einem völlig neuem und für das Ries charakteristisches Gestein, dem Suevit. Unsere Vorväter bauten aus ihm eine Vielzahl an Mauern und Gebäuden. Sodass man ihn in der Region überall antrifft, z.B. als das Wahrzeichen von Nördlingen, dem „Daniel“. Den Suevit kann man aber nicht nur in weiterverarbeiteter Form in den rund um Nördlingen gelegenen Steinbrüchen in seiner Urform erleben.

Kreisrund wie der Meteoritenkrater – Nördlingen

An der „Romantischen Straße“ und im „Geopark Ries“ gelegen hat man von eben diesem „Daniel“, dem 90 Meter hohen Glockenturm der spätgotischen Hallenkirche St. Georg, einen wunderbaren Rundblick auf die einmalige Landschaft des Rieses.

Das die alt-ehrwürdige ehemalige Reichsstadt Nördlingen die kreisrunde Form seiner Altstadt in Anlehnung an die Kraterform bekommen hat ist zwar eher unwahrscheinlich, aber die Analogie ist nicht von der Hand zu weisen.Nicht nur die Form auch die Einzigartigkeit haben Nördlingen und der Krater gemeinsam. Z.B. besitzt Nördlingen die einzige gut erhaltene und rundum begehbare Stadtmauer in Deutschland. Auch das was von dieser Stadtmauer eingerahmt wird ist etwas Besonderes, denn die Altstadt mit Ihren wunderschönen und romantischen Fachwerk- und Steinbauten ist weitestgehend völlig erhalten.

Aber nicht nur architektonisch ist Nördlingen und die Region sehr traditionsbewusst, auch die zahlreichen Bräuche, wie das Scharlachrennen, das Stabenfest oder das “Historische Stadtmauerfest” bringen unsere Verpflichtung der Geschichte gegenüber zum Ausdruck und bieten auch immer wieder eine schöne Plattform für die kulinarischen Highlights der Region, die das Gesamtbild genussvoll abrunden.

Mehr zu Nördlingen und dem Ries unter

www.noerdlingen.de

www.geopark-ries.de

Seit Mai 2006 ist der Rieskrater sowie die angrenzenden Gebiete mit erhaltenen Auswurfmassen Nationaler Geopark und nennt sich: Geopark Ries.

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